ERZIEHUNG NACH AUSCHWITZ IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT

NATIONALISMUS, RASSISMUS UND ANTISEMITISMUS ALS HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE PÄDAGOGIK

Veranstaltung mit Katharina Rhein (Goethe-Universität Frankfurt) am 09.11.2020 um 19:30 Uhr in Alsfeld, in der vhs, Im Klaggarten 6, Raum EG 07

Das nationale Selbstbild in Deutschland ist trotz wachsender Angriffe von rechts – inzwischen davon geprägt, dass man sich angeblich besonders gut mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt habe. «Nie wieder» gilt als gesellschaftlicher Konsens, dem gerade die Pädagogik Rechnung tragen soll. Doch nicht nur die aktuelle politische Situation lässt bisweilen Zweifel daran aufkommen, dass es sich hier wirklich um einen gesellschaftlichen Konsens handelt. Auch der Blick in die Geschichte der Bundesrepublik zeigt, dass Antisemitismus und Rassismus offiziell vor allem dann als gesellschaftliche Probleme wahrgenommen wurden, wenn das nationale Ansehen als demokratische Gesellschaft, die den NS überwunden hat, gefährdet war. 

Im Vortrag geht es um die Frage, wie nationales Selbstbild und Erinnerungspolitik miteinander in Zusammenhang stehen und welche Rolle Pädagogik dabei zukommt.

Katharina Rhein ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin, Soziologin Sie arbeitet aktuell in der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Uni in Frankfurt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule des Vogelsbergkreises statt.